Tod mit Dreizehn

[Dresden] Nachdem es die Spatzen schon länger von den Dächern des Dresdner Szeneviertels Äußere Neustadt gestöhnt hatten, ist es nun Realität geworden: die älteste und kleinste Schwulenbar der Stadt, das “Queens”, hat zum Jahreswechsel ihre Türen geschlossen. Sie war im Jahr 1998 von Partyveranstalter Ralf Koppetzki eröffnet worden und wenig später von Jan Heidemann übernommen worden, der kurz zuvor das “Boys” eröffnet hatte.

Grund sei laut dem Blog neustadt-ticker.de gewesen, dass der Mietvertrag ausgelaufen sei und der Vermieter der Übernahme des Etablissements durch den Inhaber einer anderen Szenebar, dem “Boys”, nicht zugestimmt hätte. Bleiben jetzt noch folgende Bars übrig: besonders der “Bunker” - das Ladenlokal des Lederclub Dresden e. V. - hat sich seit dem Ende seines benachbarten Konkurrenten, der “Area29”, wieder sein Leder- und Fetisch-Monopol zurückerobert. Noch ziemlich neu, doch sehr einladend und vor allem sehr groß lockt seit 2010 das “Kaylies” mit Lounge-, Massage- und Cruising-Bereichen Besucher an. Bereits ab 15 Uhr hat täglich das Szene-Café “Valentino” geöffnet und wer es eher lesbisch mag, ist im “Sappho” gut aufgehoben, der einzigen Lesbenbar der Stadt, nur einen einen Steinwurf von der Neustadt entfernt im ebenfalls hippen Hechtviertel. Und in der Alaunstraße gibt es dann noch das “Boys”. Gerüchten zufolge soll nun der offen schwule Nachtbar-Betreiber Wolle Förster am ehemaligen “Queens” dran sein. Den beliebten DJ Angel, der im Queens mehrmals pro Woche die Partynächte bestritten hat, gibt es künftig übrigens im “Kaylies” zu erleben. *Martin Bach{youtube}sIgl-G9HMQU{/youtube}

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